Der Feuersalamander

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine Amphibienart aus der Familie der Echten Salamander. Die Art wurde erstmals 1758 von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné beschrieben.

Verbreitung

Der Feuersalamander ist hierzulande nur im bewaldeten Hügel- und Bergland flächig verbreitet, schwerpunktmäßig im westlichen, mittleren und südwestlichen Deutschland. Dazu kommen zusammenhängende Bereiche unter anderem im Erzgebirge und in Nord- und Ostbayern. Im nordwestdeutschen Tiefland gibt es einige inselartige Vorkommen, insbesondere auch im Gebiet der Lüneburger Heide. Im nordostdeutschen Tiefland fehlt die Art komplett (die Elbe wird nicht östlich überschritten). Auch im südwestlichen Bayern, südlich der Donau, deutet sich eine großräumige Verbreitungslücke an. Die typische Höhenverbreitung liegt etwa zwischen 200 und 450 Metern über Normalnull; darüber hinaus werden aber auch maximale Höhen zwischen 650 Meter NN im Harz und 1000 Meter NN im Schwarzwald und in den Alpen erreicht. In Niedersachsen sind andererseits isolierte Nachweise deutlich unter 100 Meter NN bekannt, beispielsweise im Naturschutzgebiet Hasbruch bei Oldenburg (25 Meter NN). Auch aus der Nördlichen Oberrheinebene liegen Funde einzelner adulter Individuen in topografisch tief liegenden Gegenden vor.

Lebensraum

Feuersalamander sind als erwachsene Tiere weitgehend unabhängig von Oberflächengewässern und führen ein verborgenes Dasein in Nischen von Höhlen, unter Todholz, flachen Steinen, zwischen Felsblöcken und unter Baumwurzeln, oder im Lückensystem des Bodens, zum Beispiel in Kleinsäugergängen. Auch die Brunnenstuben gefasster Waldquellen bieten gute Versteckmöglichkeiten.

Echte Salamander

Die Echten Salamander (Salamandridae), auch Echte Salamander und Molche genannt, sind eine Familie der Schwanzlurche (Caudata oder Urodela), zu der mindestens 16 Gattungen gezählt werden (vergleiche aber weitere Unterteilungsvorschläge unter anderem bei der Gattung Triturus; auch bei Euproctus gibt es Bestrebungen zur systematischen Aufspaltung). Größerenteils leben deren Vertreter halb- bis vollaquatil ("Molche"); einige, wie die Gattung Salamandra, bevorzugen dagegen eine terrestrische Lebensweise. Die Verbreitung der rund 70 Arten dieser Familie erstreckt sich über die klimatisch vorwiegend gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel von Nordamerika über Europa bis ins fernöstliche Asien. Die Tiere besitzen ophistocoele (hinten ausgehöhlte) Wirbelkörper. Die Gaumenzähne stehen in zwei nach hinten auseinanderstrebenden Längsreihen. Zum Knochenbau ist ferner zu bemerken, dass auf dem Parietal kein Sagittalkamm vorhanden ist. Echte Salamander und Molche betreiben eine innere Befruchtung - meist nehmen die Weibchen mit ihrer Kloake ein oder mehrere zuvor vom Männchen abgesetzte Samenpakete auf. Als Adulte besitzen sie keine Kiemenlöcher beziehungsweise Kiemen mehr, sondern sind mit der Metamorphose zu Lungen- und Hautatmung übergegangen (Ausnahme: neotene Exemplare). Manche Arten werden kaum länger als ein kleiner Menschenfinger, während der Spanische Rippenmolch über 30 Zentimeter Körperlänge erreicht.

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